Was ist Osteopathie?


Geschichtlicher Hintergrund:

Schon seit hunderten von Jahren, in China sogar schon seit Jahrtausenden, wird die Kunst der manuellen Therapie bei Erkrankungen und Schmerzen des Bewegungs- und Stützapparates eingesetzt.

Die Osteopathie selbst wurde von A.T. Still in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im mittleren Westen der Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt. Still selber studierte an einer medizinischen Fakultät. Dennoch war seine Enttäuschung über die damalige Schulmedizin groß, was die Grundlagen seiner späteren Ideen bildete.
Im Jahre 1892 gründete A. T. Still in Kirksville die erste Schule für Osteopathie. Die Anzahl der Studenten nahm sehr schnell zu. Einige von ihnen gingen nach Großbritanien, wo 1917 die erste Lehranstalt für Osteopathie gegründet wurde.



Die Philosophie der Osteopathie


Der Körper stellt eine Einheit dar

Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Geist und Seele.
Der menschliche Körper besteht aus einer Vielzahl von Teilen, die untereinander in mannigfaltiger Beziehung stehen. Man wird sich darüber erst bewusst, wenn einer dieser Teile verletzungs- oder krankheitsbedingt nicht mehr funktioniert.
Eine Störung in der einen Region, kann eine vermehrte Beanspruchung einer anderen Region bedingen. So kann z.B. eine Fußverletzung eine Störung im Gangbild verursachen, was wiederum sich negativ auf die Wirbelsäule auswirken kann. weist die Wirbelsäule bereits vorher schon eine erhöhte Anfälligkeit für „Störungen“ auf, kann das Gleichgewicht gekippt werden. Schmerz entsteht.
Auch können Erkrankungen oder Dysfunktionen (Störungen) innerer Organe die normale Funktion anderer Körpergewebe bedingen.

Neben der Interaktion zwischen den einzelnen Körperorganen sind auch die Beziehungen zwischen Körper, Geist und Seele zu berücksichtigen.
Hat ein Mensch vermehrten emotionalen Stress, kann er darauf  mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen oder Schmerzen im Muskel  und –skelettsystem reagieren. Auch kann umgekehrt ein körperliches Symptom den Menschen verunsichern und Angst oder ein andere Emotion hervorrufen.
Erschwerend kommt hinzu, das durch körperlichen oder seelischen Stress die Widerstandsfähigkeit des Körpers herabgesetzt wird.

Der Körper besitzt die Fähigkeit zur Selbstregulation

Da die Osteopathie an die Selbstheilungskräfte des Körpers glaubt, ist es das Ziel der osteopathischen Behandlung, diese Kräfte zu aktivieren und zu fördern. Durch die osteopathische Behandlung werden Hindernisse beseitigt, welche die Wiederherstellung der normalen Funktion stören. Auch wird bei irreversiblen Störungen die Fähigkeit des Körpers zur Kompensation verbessert.